Canon – Digitale Fotografie

Die Fotowelt von Canon – wie man es noch besser machen kann

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Dänemark – wer denkt da nicht gleich an Softeis, rot gefärbte Würstchen und weite, flache Strände. Früher ist mir all das auch als Erstes eingefallen. Seit einigen Jahren jedoch, denke ich bei Dänemark nur noch an wilde Burgruinen, steile Felsküsten, Granitsteine und tiefe Spaltentälern mit hohen, senkrechten Felswänden. Ja, ich rede wirklich von Dänemark. Allerdings von dem Teil Dänemarks, der nicht zum Festland gehört, nämlich von Bornholm, der dänischen Perle mitten im der Ostsee. Woher mein Eindruck kommt? Sicher von der alten Burgruine Hammerhus, Nordeuropas größter Burgruine. Sie ist meiner Meinung nach die größte Attraktion auf Bornholm, auch zum Fotografieren, wegen der vielen Details, die es zu entdecken gibt und wegen der vielen Perspektiven, die eingenommen werden können. Allein schon die Färbung der alten verwitterten Mauern, lassen einem das Fotoherz höher schlagen. Hoch oben thront sie, auf das Meer hinausblickend, denn die Burg liegt auf einem Felsen gut 70 m über der Ostsee. Die Ursprünge der Burg sind nicht genau bekannt. Bekannt ist aber, dass die sie mit Entwicklung der Artillerie an Bedeutung verlor, zunächst zum Staatsgefängnis „abstieg“ und schließlich 1743 ganz aufgegeben wurde. Von da an machten die Bornholmer sie zum Steinbruch, holten sich Baumaterialien bis die Burg 1822 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Trotz Denkmalschutz kann man sich heute aber frei auf dem weiträumigen Gelände bewegen und uneingeschränkt fotografieren. Dies wird in Bornholm ganz entspannt gesehen, denn wichtig ist den Bornholmern, dass das einstige Symbol der Macht nun ganz dem Volke gehören soll.

Auch Slotslyngen – die Schlossheide – ist eine beeindruckende Landschaft, bestehend aus Heidekraut, runden Granitsteinen und darunter liegend das blaue Meer. Im Sommer harmonieren hier die Farben erikarot, grau und blau. Früher gehörte die Schlossheide zur Burg Hammerhus und wurde jahrhundertelang als Weideland genutzt. Etwa ab 1900 wurde das Gebiet unter Naturschutz gestellt, um die einzigartige Heidelandschaft zu bewahren. Doch die nun fehlende Beweidung führte zum Gegenteil: durch natürliche Pflanzensukkzession kam es schnell zur Verbuschung und Ausbreitung des Waldes. Seit einigen Jahren werden zur Rekultivierung und zum Erhalt Heide gezielt Schafen und Ziegen zur Landschaftspflege eingesetzt. Bei einem solchen Foto schaut übrigens jeder erstmal überrascht drein: Schafe auf Granitfelsen über blauem Meer.

Gleich nach Norden hin schließt sich der Hammeren an, ein riesiger Granitfelsen, 82 m hoch, der die Nordspitze von Bornholm formt. Hier vor Hammeren findet man eine typische, von Eismassen hervorgebrachte flache Schärenküste. Auf Hammeren stehen zwei Leuchttürme, von denen sich der erstgebaute schnell aus nutzlos herausstellte, da er oben auf dem Hammeren oft durch Nebel und Wolken verhüllt war. Kurz entschlossen baute man nur 20 Jahre später im Jahre 1895 einen neuen Leuchtturm – Lille Fyr -, der direkt an der Wasserkante der äußersten Nordspitze Bornholms steht und seine Signale von der See aus besser sichtbar ist.

Überhaupt ist die Insel ganz schön felsig. Da gibt es bspw. noch Jons Kapel, dem 22 m hohen, frei stehenden Felsen an der Westküste, den man über eine schier endlos erscheinende Holztreppe erreicht. Direkt daneben die fast senkrechte Felswand Hvidklov, was soviel heißt wie „weiße Klippe“. Oder die Helligdoms-Klippen, die bizarr geformten Felsklippen im Osten der Insel. Wer die Zeit hat, sollte sich unbedingt von der Wasserseite den Felsen nähern, aus dieser Perspektive sind sie am eindruckvollsten. Eine Vorstellung davon – und ein schönes Foto – gibt aber auch schon der Blick von der Landseite.

Der Süden der Insel erscheint im Vergleich zum schrofffelsigen Norden geradezu sanft. Im Süden findet man keine Felsen, dafür aber ausgedehnte Sandstrände. Hier ist der Sand so fein, dass er früher für Sanduhren genutzt wurde. Im Süden befindet sich auch die 200 Jahre alte, gut erhalte Slusegard- Wassermühle mit ihrer besonderen Rarität, nämlich dem direkt über dem Flüsschen gebautem Forellenhaus. Früher wurden hier Meerforellen auf ihrer stromaufwärts führenden Laich-Wanderung bequem abgefangen. Nicht ganz fair, aber verständlich, denn damals war die Nahrungsbeschaffung für die Menschen auf jeden Fall ungleich schwieriger als heute.

Eine weitere Besonderheit der Insel sind die sog. Spaltentäler. Das Oberflächenprofil Bornholms entspricht nämlich dem einer Hügellandschaft. Zwischen den einzelnen Hügeln findet man immer wieder tief einschneidende Täler – eben diese Spaltentäler – in denen sich ein üppiger Urwald gebildet hat. Denn die Wachstumsbedingungen sind hier für Pflanzen optimal. Entstanden sind die Spalten durch enorme Spannungen im Untergrund, die im Laufe der Zeit den Fels zum Auseinanderbrechen brachten. Die hohen Felsseiten der Täler boten den sich dort ansiedelnden Pflanzen Schutz vor Wind. Im Frühjahr ist dadurch der Boden der Täler warm und es herrscht Windstille, so dass hier schon früh Pflanzen wachsen und gedeihen können. Im Sommer spenden die Bäume viel Schatten und schützen den Boden davor auszutrocknen. Die Verbindung von Wärme und Feuchtigkeit bringt es mit sich, dass die Spaltentäler zu den artenreichsten Gebieten der Insel zählen. Fotografisch also ein weiteres „Muss“ und natürlich ein schöner Kontrapunkt zu den Felsen des Nordens und den Stränden des Südens.

So, und wer nun vom vielen Entdecken und Fotografieren hungrig geworden ist, kann sich mit einem „Bornholmer“, dem legendären goldenen Räucherhering oder mit der „Sonne über Gudhjem“, der Räucherheringvariante mit Brot, Butter und Eigelb, stärken. Und zum Nach-tisch gibt’s ein Softeis………

Die Fotoschule des Sehens bietet im August die 5-tägige Fotoreise „Bornholm – Perle der Ostsee“ an.

Weitere Infos und Anmeldung unter:

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Peter Uhl
Fotoschule des Sehens
Brandensteinstraße 49
30519 Hannover
Tel.:

www.fotoschule-des-sehens.de

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